Beauty Conservation
Schönheitskonservierung
Buch ab 02/2012 im Handel erhältlich – ISBN: 9783844813050
http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=647289
„Schönheit kann man nicht definieren - viele haben es versucht - ich will hier nicht noch
ein Buch oder Kunstwerke über Schönheit publizieren, sondern den Menschen die
Möglichkeit zeigen, die Schönheit in Bildern festzuhalten, denn Schönheit ist vergänglich... ich wünschte ich hätte eine 3D-Skulptur von meinem verstorbenen Sohn Christopher angefertigt - dann könnte ich ihn mit meinen Augen fassen und berühren...“ Josef Karl (2011)
Die künstlerische Gesamtkonzeption der Serie „Schönheitskonservierung“ zielt darauf
ab, ein Panoptikum zu schaffen, welches den Begriff der (weiblichen) Schönheit und
dessen Wahrnehmung wertfrei analysiert. Die Fotografien dieser Serie sind keine verallgemeinernden Typologisierungen von Menschen, wie sie bereits in den 1930er Jahren
bei Walker Evans in den Fotografien für die Farm Security Administration oder August
Sander in seinem Bildatlas „Menschen des 20.Jahrhunderts“ auftauchten. Josef Karls
Installationen vereinen dagegen den Botschafter (Künstler), das Aufzeichnungsgerät
(Fotoapparat), die Botschaft (Schönheit als Ausdruck von Individualität) und den konservatorischen Raum (hermetischer Glaszylinder) in einem Objekt, das sich mit den subtilen Verbindungen von Realität, Zeitwahrnehmung und Rezeption auseinandersetzt -
ein modernes Vanitas-Symbol, das uns nicht nur unserer eigenen Vergänglichkeit
mahnt, sondern auch jeglicher Form von ästhetischen Konventionen.
Auszug aus dem Essay von Dr. phil. Mario Klinger
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„It’s impossible to define beauty – many people tried to – I don’t want to make another book or art series about beauty, but rather show people a possibility to capture beauty in images, because beauty fades... I wish, I had made a 3-D sculpture of my dead son Christopher so that I could touch and hold him with my eyes...“ Josef Karl (2011)
The overall artistic concept of the series „Beauty Conservation“ is aimed to create a kind of Panopticon in order to analyse the notion of (female) beauty and its perception free of bias. The photographs of this series are not generalising typologies of people like those from the 1930s in Walker Evans’s photopgraphs for the Farm Security Administration or August Sander’s series „People of the 20th Century“. In contrast to these, Josef Karl’s installations unite the sender (artist), the recording device (camera), the message (beauty as the expression of individuality) and the conservating chamber (hermetic glass cylinder) in one object to explore the subtle ties between reality, perception of time and reception – a modern vanitas symbol which reminds us not only for our own transcience but also of that of any form of aesthetic conventions.
Abstract of the Essay by Dr. phil. Mario Klinger